Anja Kaufhold

Künstlerin

Galerie

zeichnungenZeichnungen
Die Zeichnungen verdeutlichen schwebende Wachstumsprozesse, in denen sowohl Naturerfahrungen, Wahrnehmungen gesellschaftlicher Verhältnisse, zwischenmenschliche Beziehungen, Erinnerungen und Sehnsüchte miteinander zu Klangbildern verschmelzen. Elemente von Flora, Fauna verwandeln sich mit humanoiden zu etwas sehr Eigenständigem – einer bildkünstlerischen Schöpfungsgeschichte erregter Farbigkeit, fest eingeschlossen in Konturen, die sich auch wieder auflösen können und sich durchdringen – gemeotrisierte Gärten der Phantasie.


Collagrafien
Ich hatte 2015 ein Aufenthaltsstipendium von der KKV Grafikwerkstatt in Malmö/Schweden für 4 Wochen erhalten. In dieser Zeit habe ich mich intensiv mit der Drucktechnik Collagrafie beschäftigt. Bei diesem Verfahren werden verschiedene Materialien auf ein starres Substrat aufgetragen. Ich verwende bisher eine dicke Pappe, in die ich mit einem Cuttermesser Linien schneide. Mit Holzleim werden u.a. aus Telefonbuchseiten ausgeschnittene Formen aufgetragen.
Ich drucke immer sehr kleine Auflagen. Davon coloriere ich einige in verschiedenen Farbtönen mit Bunstiften.


WandlungsformenWandlungsformen
Eine Farborgie von Wandel und Wiedergeburt, eingeschlossen oft in schwarze Konturen, die sich auch wieder auflösen können und sich durchdringen – gemeotrisierte Gärten der Phantasie. Die Fähigkeit zur Metamorphose zeugt von der Einheitlichkeit und Vitalität des Lebens, der ich nachspüre. Die Wandlungsformen erzählen vom Kommen und Gehen, vom Verändern und Anschmiegen, Ein- und Durchdringen, vom Abgrenzen voneinander und doch immer vom großen Ganzen und Gemeinsamen. Man steht als Betrachter einer heiter gelösten Existenz gegenüber, die ohne Kanten und Konflikte auskommt.


SchichtwechselSchichtwechsel
Wechsel bedeutet etwas ändern oder verändern, ich wechsele meine Kleidung, meine Einstellung oder die Straßenseite. Der Wechsel ist Bestandteil unseres Lebens, bewusst wie unbewusst. Für die Schichtwechsel-Serie spielt der geplante Zufall, der Überraschungsmoment und nach jeder Farbschicht der Dialog mit der Arbeit, eine entscheidende Rolle. Die Fragen: wie oft wechsele ich die Schicht? oder wie oft „zerstöre“ ich das Vorhandene?, beschäftigen mich.


ansichtenAnsichten
Die Werkgruppe Ansichten ist entstanden in den Jahren 2006-2008. Der Fokus in dieser Zeit lag hauptsächlich in der Auseinandersetzung mit dem Thema Gesicht/Kopf. Vorlagen waren oft Zeitungs-und/oder Katalogfotos. Wichtig war die Emotion die ich auf dem Foto sah. Bewusst fiel die Entscheidung nach einer Experimentierphase auf die Farbe BLAU. Im Fluss in einer gewissen Distanz zu den „Dingen“.


Übermorgen
Ich finde sie überall, in der Nähe meines Ateliers am Straßenrand, auf Reisen im In- und Ausland, in und an Häusern: Schrauben, Schlösser, Lichtschalter, Stecker, Klingelschilder. Sie alle haben eine Geschichte, die mich fasziniert, in ihren Bann zieht. Der Rost, die vergilbte, aufgeplatzte und abgeblätterte Farbe, das Defekte erzählt diese Geschichte und so werden sie zu Protagonisten meiner Bilder. Die Sichtbarkeit des Verfalls erinnert an die eigene Vergänglichkeit.


Lost Places
Während eines Arbeitsaufenthaltes in Polen habe ich begonnen spannende, verlassene Orte zu beleben, indem ich mit sehr robustem Krepppapier gearbeitet habe.